Review: Marduk, Valkyrja, Attic, Survival Is Suicide

Viktoria Europa Part III 2019

Valkyrja - Le Grillen
Valkyrja - Le Grillen

Bands: Marduk, Valkyrja, Attic, Survival Is Suicide

Date: 07.05.2019
Location: Le Grillen
Organizer: Headbang, Asso Aching
Text: Erika Rossi
Photos

Marduk, eine Band die wir bisher 3x (Fotos, Berichte) gesehen haben, ist natürlich ein Pflichttermin, vor allem wenn sie im Le Grillen auftreten. Die Veranstaltung war zum 20jährigen Jubiläum vom Le Grillen und wurde von Headbang und Asso Aching gemeinsam organisiert. Der Eintritt waren im Vorverkauf unschlagbare 12 €, wo bekommt man so eine hochkarätige Band + 3 Supporter für so einen kleinen Preis. Dementsprechend war es natürlich voll, wenn auch nicht ganz ausverkauft. Aus diesem Grund waren wir vor der offiziellen Öffnung anwesend, um uns einen Platz direkt an der Bühne zu sichern. Nach unserer Erfahrung sind die Konzerte von Marduk eher schwer zu fotografieren. Im Le Grillen sind Gräben für Fotografen oder Security die Ausnahme.

Um 20:30 begann Survival Is Suicide, die uns bisher unbekannt waren. Diese Band besteht nur aus einem Bassisten, der auch für die Vocals zuständig ist und einem Schlagzeuger. Genre ist Death Metal. Natürlich konnte man bei 2 Personen nicht unbedingt mit einer aufwändigen Show zu rechnen, vor allem wenn die Bühne durch die Aufbauten der weiteren Marduk-Supporter belegt war. Das Keyboard kommt vom Band, normalerweise ist Sänger und Bassist Zaratozom auch für dieses Instrument zuständig. Der Auftritt wirkte insgesamt sehr zurückhaltend, war aber nicht schlecht. Diese Band sollte man sich in einem anderen Line-Up anschauen und anhören. Supporter haben immer das Problem, dass alle auf den/die Headliner fixiert sind.

Survival Is Suicide - Le Grillen

Die nächste Band Attic hatten wir uns auf Youtube angesehen, und da konnten wir nicht so viel mit der Band anfangen. Heavy Metal, dazu die abschreckende Falsett-Stimme des Sängers. In der Realität entsprach ihr Erscheinungsbild so gar nicht dem typischen Heavy Metal, eher dominierte hier Black Metal: Ein altarähnlicher Bühnenaufbau und auch die Musiker waren weißgeschminkt, die Augen schwarz umrandet. Wider Erwarten machte die Musik Spass, richtig Spass, die Stimme von Sänger Meister Cagliostro war dabei sehr variabel und überhaupt nicht nervig. Zwischendurch zelebrierte er eine schwarze Messe oder trank einfach etwas Wein(?) und nicht Blut wie erwartet. Auch Attic hatten nur etwas über eine halbe Stunde Spielzeit, diese Band hätten wir gerne länger gesehen. Auffallend war ein Mädchen, das das (umgekehrte) Kreuz ableckte, vielleicht bringt das ja Glück.

Attic - Le Grillen

Mit Valkyrja wurde der Abend schwarzmetallisch. Die schwedische Band klingt sehr frisch obwohl sie bereits auf 15 Jahre zurückschauen können. Im Vergleich zu Attic eine eher sparsame Show, die Band konzentrierte sich ganz auf die Musik. Diese Zurückhaltung zählte aber nicht für das Publikum, waren bei Attic schon leichte Bewegungen spürbar, wurde es jetzt heftiger. Musikalisch war Valkyrja für uns die Band des Abends!

Valkyrja - Le Grillen

Zur fortgeschrittener Stunde um 23:20 war es Zeit für den Headliner. Passend zu ihren letzten Veröffentlichungen wurden Tarnnetze über die Boxen gezogen. Die Schwergewichte der Panzerdivision Marduk betraten die Bühne und legten gleich los. Gleich mit dem ersten Song ging das Geschubse los, nicht nur ein bisschen, diesmal richtig brutal. An gute Fotos war jetzt nicht mehr zu denken, wir mussten uns und unsere Kameras schützen. Zum Glück gab es hinter uns einige Jungs, die die schlimmsten Stöße von uns abhielten. Hier nochmal vielen, vielen Dank.

Zurück zu Marduk, vielleicht ist es eine gewisse Sättigung oder Gewöhnung. Musik war wie immer sehr gut und der Sound ohne Fehler, aber inzwischen erscheinen Morgan und Mortuus sehr arrogant, der Kontakt zum Publikum wurde weitgehend vermieden. Wenn man wie Marduk ständig auf Tour ist, werden die Auftritte möglicherweise reine Routine.

Marduk - Le Grillen

Fazit: Die Gewinner des Abends waren mit Abstand Valkyrja mit ihrem geradelinigen Black Metal, danach folgten Attic, die einfach nur Spass machten. Survival Is Suicide werden wir uns bei Gelegenheit noch einmal anschauen. Dies zählt auch für Marduk trotz der leichten Enttäuschung….

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