Review: 2018-10-06/07 Ladlo Fest

Bands: Heir, Aorlhac, Pénitence Onirique, Moonreich Monolithe, Regarde Les Hommes Tomber, Arkhon Infaustus, Lifestream,  Maieutiste, Hyrgal, Deluge, Au-Dessus, Pensées Nocturnes, The Great Old Ones
Datum: 06.-07.10.2018
Ort: Maison De Quartier Doulon, Nantes
Veranstalter: Les Acteurs de l’ombre Productions
Text: Thomas Rossi
Photos

Die Band AU DESSUS hatte es mir angetan O.k., nicht nur mir, sondern auch e. Und wenn die halt fast nirgends auftreten, schon gar nicht in unserer Gegend, dann musste man halt dahin, wo sie spielen Und wenn es das 900 Kilometer entfernte Nantes ist. Ich hatte noch Urlaub übrig und darum sahen wir das einfach als kleine Urlaubsreise an. Zumindest die Hinfahrt machten wir in zwei Tagen, ein Zwischenstopp im schönen Auxerre sollte die Reise erträglicher machen.
Und das war eine weise Entscheidung. Genauso weise, wie mit dem TT zu fahren anstatt dem Defender.
So kamen wir völlig entspannt in Nantes an und am nächsten Tag genau so auf dem Festivalgelände. Leider durften wir nicht bei den Künstlern parken, aber das hatten wir auch gar nicht erwartet oder gefragt 😉
Eine neue Location mit völlig unbekannten Leuten stellt immer eine gewisse Herausforderung dar, aber diesmal wurde es uns sehr leicht gemacht. So viele freundliche und hilfsbereite Menschen haben wir selten getroffen. Ich bin jetzt noch ganz beeindruckt.
Die Gästeliste ging auch schnell klar, wir erhielten sogar 2 Bändchen, da man uns zuerst nur einen Tag hier vermutete ;-).
Schon die 2. Gruppe, PÉNITENCE ONIRIQUE, war optisch und musikalisch ein echtes Highlight. Und e schaffte, trotz megaschlechtem Licht ein paar geniale Bilder. Während ich noch weiter mit dem Licht haderte. „Das war genau so zu erwarten!“ meinte e. Und das wurde auch das ganze Festival nicht besser 😉
Ein weiteres Highlight und mit ein Grund für die Reise waren REGARDE LES HOMMES TOMBER, die wir schon kannten und die uns schon damals begeistert hatten.
Auch das Drumherum war perfekt. Es gab tolles Essen (Pizza oder Burger) und das Bier war auch geniessbar. Na ja, einmal erwischten wir die falsche Sorte, das war übel. Warum muss es da immer so kompliziertes Bier (Mischungen)geben (wie in Italien beim Fosch Fest), warum nicht einfach ein ganz normales helles Bier?
Der Abschluss mit ARKHON INFAUSTUS fand unter dem ebenfalls schon bekannten Getränkeumsatz statt ;-).
Beim Eintreffen am 2. Tag wurden wir persönlich zum Parkplatz gang nahe am Haus geführt. Das war doch ein Service. Und jetzt kannte man schon die Security und ein paar andere Leute, die man per Handschlag begrüssen konnte.
Auch am 2. Tag war es die 2. Band die mich restlos begeisterte, ja ich zu meinem persönlichen Favoriten kürte: MAIEUTISTE! Ich kam kaum zum Fotografieren, so sehr ging mir ihr Black Doom Metal ins Blut.
Aber auch an diesem Tag konnten an sich alle Gruppen auf ihre Art begeistern. Dabei war unser eigentliches Ziel, AU DESSUS noch eher etwas zu ruhig. Manche Bands sind einfach mehr zum Anhören als zum Anschauen.
Nicht so PENSÉES NOCTURNES! Schon beim Aufbau und beim Soundcheck wurde lar: Da kommt was ganz Spezielles auf uns zu. Posaune, Trompete und Akkordeon gehören wohl zum Déglingué Black Metal, was immer das war.
Und jetzt ging es richtig ab. Auch im Publikum. Die Stimmung kochte, was der Sänger noch zusätzlich mit Ausflügen in die Menge unterstützte. So eine verrückte Musik hatte ich noch nie gehört. „Melancholische Zirkusmusik“ beschreibt es vielleicht …
Aber obwohl die Leute eingehakt in vielen Reihen headbangten wurden wir nicht gestört in unserer „Arbeit“. Ein grosses Lob an das Publikum. Ach was, an alle, die da waren: Fotografen, Security, Personal an den Tresen und in den Foodtrucks.
Die Headliner THE GREAT OLD ONES hatten es dann fast schon schwer, in die aufgepeitschte Menge zu spielen.
Ich muss sagen, dass das von der Musik her auf jeden Fall das beste Festival war, das ich je besucht habe. Und von den super freundlichen Menschen schwärme ich einfach weiter 😉