Review: 2018-11-24 Slayer, Lamb of God, Anthrax, Obituary

Slayer - Sick Arena

Bands: Slayer, Lamb of God, Anthrax, Obituary
Tour: Final World Tour 2018
Datum: 24.11.2018
Ort: Sick Arena
Veranstalter: Vaddi Concerts
Text: Thomas Rossi
Photos

Ganz, ganz kurzfristig klappte es noch mit einer Akkrditierung für diesen Megaevent. Final Tour von SLAYER … wers glaubt 😉

Wir sind, und das zeiget sich wieder zu recht, keine Freunde von so grossen Konzerten. Da sind einfach viel zu viele Menschen. Und zum Teil eben nicht nur nette, sondern auch ein richtiges „Eventpublikum“ wie ich es nenne: Menschen, denen es gar nicht ums Konzert oder die Musik geht, sondern nur um das „geile Erlebnis“.
Egal, es war ein grosser Event und hätten wir nicht fotografieren dürfen, wären wir uns auch ausgeschlossen vorgekommen.
Es gab verschiedene Zeitangabenm die nicht zusammenpassten, es sollte ein Foto Call um 17:30 Uhr gaben, aber der Schalter für die Pässe machte dann erst um 18:00 Uhr auf … na ja, bei der Organisation war man zeitweise überfordert, wie sich auch später nochmals heraus stellte.
Glücklicherweise schafften wir es vereint (mehrere Fotografen), den Türwächter davon zu überzeugen, dass wir dringend schnell rein müssten und unmöglich in der ewig langen Schlange stehen konnten. So durften wir den VIP Eingang benutzen, und konnten erstmal in aller Ruhe ein Bier geniessen. Nach über einer Stunde rumstehen.
Zunächst erschien mir die Halle gar nicht so ausverkauft, es hatte auch noch am Tickets gegeben, aber der Eindruck sollte sich ändern.
Der Graben war breit und es waren nur 9 Fotografen anwesend, was auf wenig Stress hoffen liess. Leider wurde man erst mit Beginn des ersten Stückes eingelassen, was etwas Unruhe brachte und Zeitdruck, schliesslich darf man ja immer nur 3 Stücke knipsen. Üblich wäre, die Fotografen ein paar Minuten vorher einzulassen, aber das „Mädle“, das zum ersten Mal seinen Job machte, konnte auch nichts dran ändern. „Das Management …“ meinte sie hilflos.
Egal, bei OBITUARY als Einstieg war es an recht gemütlich zum Fotografieren, aber ich setzte mich selber unter Druck und war zunächst etwas hektisch. Dieses 3 Stücke-Limit hatte ich schon lange nimmer.
Vor ANTHRAX wurde es dann ziemlich schwer, überhaupt wieder in die Halle zu kommen, weil die ganzen Zuschauer immer noch am rauskommen waren. Die Umbauzeiten waren auch recht kurz, so dass man schnell vorne am Graben sein musste. Es war ein heilloses Gedränge, aber immerhin schaffte es C.B. mir kurz nachträglich zum Geburtstag zu gratulieren.
Kaum hatte die Band zu spielen begonnen, begann es wild zu werden. Zum einen fingen die Stagediver an einzutreffen, zum anderen flogen die Bierbecher. Und zwar volle. Irgendwie bekam ich gleich zu Beginn eine Ladung Bier auf mein 200er. Sehr ärgerlich. Im Nachhinein waren aber ein paar Bilder aufgrund des Biereffekts gar nicht so schlecht. Mal was anders. Trotzdem war das im Moment des Fotografierens nicht wirklich lustig und als mich ein weiterer, zum Glück leerer Becher traf, war ich gar nicht so traurig, dass es wieder „Raus!“ hiess.
Mit Zewa und Tempo und Erikas Hilfe bekam ich das Objektiv wieder hin und wir sassen den Auftritt draussen im Gang gemütlich auf einer Bank ab. Auf der selben Bank, hinter der der Drummer von SLAYER 2 Stöcke versteckt und das im Internet gepostet hatte. Da wurden mal kurz alle Bänke durchsucht und auch Stunden später meinten ein paar Trantüten, dass die Stöcke noch da wären 😉
Die dritte Band, LAMB OF GOD machte aber dann wieder richtig Spass. Deren Musik gefiel mir mit Abstand am besten und auch der Sänger war überaus interessant zu fotografieren. So muss das sein Und es gab auch keine Bierdusche. Allerdings wurde Erika vom „Mädle“ das sich verzählt hatte, nach 2 Stücken aus dem Graben geschickt. Sie durfte aber dann nochmal rein. Trotzdem ärgerlich, weil einem die Zeit echt fehlt.
Der Headliner SLAYER sorgte dann nochmals für einen Gang mehr beim Publikum, das nun völlig aus dem Häuschen war. Ich war froh, als ich die drei Stücke „im Kasten“ hatte, der Graben wurde zum Irrenhaus, ich kam auch fast nimmer raus, weil die Security so mit den Leuten zu tun hatte, dass alles versperrt war. Das „Raus!“ klang dann auch schon etwas unfreundlicher 😉
Insgesamt war das sicher keines der besseren Konzerte, das ich fotografiert habe, zu viel Stress, zu viele Leute (und darunter zu viele Chaoten), aber s war ein Ereignis und Erlebnis, das es auf alle Fälle wert war.

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