Watain, Rotting Christ und Profanatica (Colmar (F), Legrillen Grillen, 12.11.2018)

Vor diesem Konzert hatten wir etwas Bammel, das es sicher sehr wild zugehen würde und der Headliner dafür bekannt war, mit Blut und Feuer um sich zu … werfen(?).

So beschlossen wir schweren Herzens auf etwas ältere Ausrüstungsteile zurückzugreifen, vor allem auf alte Objektive.

Wie immer waren wir sehr früh da, um einen Platz ganz vorne zu ergattern. Zu meiner Überraschung war es aber sogar erlaubt, in den Graben zu gehen. In den Graben? Ja, tatsächlich gab es zum allerersten Mal (für mich jedenfalls!) einen Graben im Le Grillen. Kein Wunder, das war WATAIN geschuldet, die es auch im kleinen Grillen nicht lassen konnten, zu zündeln. Der Chef vom Le Grillen meinte nur (nachdem er seine üblichen Witze über Stofftiere mit mir gemacht hatte), dass er froh sei, wenn das Konzert vorbei wäre.

Wir beschlossen, zunächst mal vor dem Graben zu bleiben, um beweglicher zu sein, zumal der Graben KAUM Bewegungsmöglichkeiten bot. Zum Glück waren nur 5 Fotografen da, die auch reindurften. Die anderen mussten draussen bleiben.

Mit PROFANATICA ging der Abend eher gemässigt los. Die drei wie … Teletubbies (laut Erika!) verkleideten Mannen rissen einem nicht gerade vom Hocker. Allein der Drummer, der auch der Sänger war, kam etwas interessanter rüber. Ausser höflichem Applaus war hier nichts u ernten.

Das änderte sich schlagartig, als ROTTING CHRIST die Bühne betraten. Diese Griechen habens einfach drauf und (wieder Erika!) werden von Mal zu Mal besser. Das war auf jeden Fall der Hammer. Das dachte auch das Publikum, denn jetzt wurde es sehr rau. Sehr, sehr rau. Nicht so das noch zu ertragende Geschubse, es war richtig BRUTAL. Und für uns das Signal, bei WATAIN, die einen noch bessern Ruf bezüglich Publikumsbewegung hatten, auf jeden Fall in den Graben zu wechseln.

Dort kauerten wir dann allerdings sehr eingeengt zwischen den Streben, wir wagten nicht, uns hinzustellen, weil das die anderen Fotografen auch nicht taten. Dadurch, und das schlechte Licht und die „alten“ Objektive wurden die Bilder schon vom Gefühl her schlecht. Trotzdem stellte sich unsere Entscheidung als goldrichtig heraus, denn als der Blutkelch ausgeschüttet wurde, ging fast der ganze Inhalt über den Graben in der ersten Reihe der Zuschauer nieder. fast weil ich bekam schon ein paar Spritzer ab, was sich auf meinem Kopf gut machte. Weniger glücklich waren die Fotografen aus der ersten Reihe, die nicht in den Graben durften. Sie sah man später mit den Kameras an den Waschbecken, um die vollkommen bedeckten Gehäuse zu reinigen. Was für eine Sauerei … und an sich überflüssige Show.

Auch das Feuer war nicht so ganz ohne, trotz vorhandenen Feuerwehrmännern. Es stank nach Verbranntem und wurde unglaublich heiss.

Trotzdem alles in allem ein sehr lohnenswertes Konzert, alleine das mal gesehen zu haben und wegen: ROTTING CHRIST, einer der besten Bands die ich kenne.