Survival Is Suicide, Attic, Valkyrja und Marduk (Colmar (F), Legrillen Grillen, 07.05.2019)

Gegenüber dem letzten Konzert, das mit 2 Bands sehr früh anfing; versprach dieser Abend anstrengender zu werden. Gut, in Frankreich war der nächste Tag ein Feiertag, aber eben bei uns nicht. Auch ein paar Franzosen, die am nächsten Tag arbeiten mussten, motzten etwas über den späten Beginn. Und dann noch 4 Bands …

Es war absehbar, dass es sehr voll und lebhaft werden würde und daher freuten wir uns besonders, dass unser Freund S versprach, die Getränkeversorgung zu übernehmen, ein Wink würde genügen. Vom eroberten Platz würden wir später sicher nicht mehr wegkommen, ohne ihn zu verlieren.

Mit SURVIVAL IS SUICIDE kam eine wirklich kleine Band auf die Bühne. Bass und Drums. Nun gut, muss jeder selber wissen. Dass man da auf etliche „Konserven“ zurückgreifen musste, war an sich klar, aber gefiel mir nicht so. Und mit der Zeit kamen einem die Stücke doch etwas ähnlich vor.

Die Post ging dann so richtig ab mit ATTIC. Und da war auch etwas zu fotografieren. Ein schöner Altar mit umgedrehtem Kreuz und einigen anderen netten Sachen. Und zwei Flachen Wein. Für den Sänger (zum Glück kein Blut, wir hatten kurz einige Befürchtungen). Gerade weil ich beim Video schauen, was wir oft zur Vorbereitung machen, von der teilweise extrem hohen Stimme des Sängers entsetzt war, war ich nun überrascht, wie gut es doch passte. Gar nicht übel und die Musik machte richtig Spass.

Mit VALKYRJA kam dann mit der Zeit richtig Bewegung auf. In der Menge. Was nicht nur lustig war, weil es waren zum Teil sehr massive Stösse, die auch mal zu Verletzungen führen könnten. Gegen Rumgeschubse hat man ja nichts, das muss man hinnehmen. Aber den Auftritt konnten wir trotzdem geniessen. Auch bei dieser Band spürte man die Spielfreude und sowas ist einfach toll.

Beim Headliner MARDUK war gleich von Anfang an die Hölle los. Wir hatten die Band ja schon 3 Mal gesehen, aber bisher war es richtig ruhig im Publikum gewesen. Warum auch immer, es war schon extrem behindernd, weil man die Kamera nicht mehr ruhig halten konnte. Zum grossen Glück meinte ein kräftiger Mann hinter mir, dass er aufpassen würde und tatsächlich hielt er die ärgsten Stösse von uns fern. Unglaublich, was es für tolle Menschen gibt. Völlig uneigennützig. Sollte ich ihn wiedersehen, bekommt er garantiert ein Bier. Auch e profitierte von ihm und da ein weiterer Gast auch mithalf, waren wir ziemlich sicher.

Trotzdem verliessen wir dann bald die stürmische erste Reihe um noch gemütlich ein Bier zu trinken. Und etwas vor Ende zu gehen. Es reichte.