Baden in Blut Open Air (Weil, Drei-Länder-Garten, 19./20.07.2019)

Genau eine Woche nach dem Start des letzten Festivals schon wieder ein zweitägiges Festival. So dich hatten wir das noch nie. Nur dass es statt 20 Band „nur“ 13 waren.

Das BiB fand zum ersten Mal auch an 2 Tagen statt. Das sogenannte „Warm up“ am Freitagnachmittag war aber sehr gut, um sich zu aklimatisieren. Denn im Gegensatz zum Forest Fest war dieses Wochenende eine grosse Hitze angesagt. Und das spürten wir schnell.

Immerhin hatten wir zum ersten Mal VIP-Ausweise und das war eine unglaubliche Erleichterung. Umsonst Essen und Trinken und viel Platz zum Sitzen. Das klang perfekt. Die letzten Jahre hatten wir nämlich gegen später oft nur mühsam einen Platz zum Ausruhen bekommen. Und den braucht man als hart arbeitender Fotograf.

Los ging es mit der uns gut bekannten Band THRON. Es wat noch etwas wenig los, auch, weil am Freitag nur halb so viele Tickets verkauft worden waren, um auf halb so grossem Platz „üben“ zu können. Machte aber Spass und es kam trotz Tageslicht Stimmung auf. Zum Fotografieren ist es natürlich gut, die Bilder werden schön scharf, aber etwas fehlt einem das oft verfluchte bunte Licht doch.

Das erste Highlicht des Festivals kam mit BÖLZER, auch einer der Gründe, warum uns das „Warm up“ so interessiert hatte. Und es war keine Enttäuschung. Fast unglaublich, was 2 Mann für einen Sound erzeugen können.

Mit der letzten Band ABORTED kam dann auch das Licht zurück. Entsprechend schwierig wurde das Fotografieren.

Aber ein Hochgenuss war das VIP Zelt. Essen, Trinken, sitzen und auch mal mit netten Drummern schwätzen. So macht das Spass.

Am nächsten Tag ging es schon kurz vor 12 Uhr los. Trotzdem war der (nun grosse Platz) richtig gut gefüllt, als die Schweizer PERTNESS loslegten. Warum die in Schottenröcken auftraten erschloss sich mir nicht, aber die Musik machte Spass.

Für die meist männlichen Zuschauer waren dann sicher die BURNING WITCHES ein Erlebnis. Die 5 Mädels, bei denen man durchaus merkte, dass sehr viel Wert auf das Äussere gelegt wurde, fetzten aber auch ordentlich los.

Eine Band, die für mich völlig unbekannt war, aber nur wegen der M und M gekommen waren, war AUDREY HORNE. Und ich verstand, warum die so beleibt waren. So viel gute Laune steckte an und dass die Band, allen voran der Sänger, die Bühne nur ab und zu besuchte und sonst im Graben oder direkt in der Menge auftrat, war für uns Fotografen ein klasse Erlebnis. Dabei ging es drunter und drüber, auch ich verlor mal die Übersicht und stand den anderen im Wege. Sorry!

Dann kam für mich (!) die beste Band des Festivals, DECAPITATED. Nicht nur die Wildheit der Musik, auch die des Sängers überzeugten, ermöglichten tolle Bilder und einen Musikgenuss, den ich nicht erwartet hatte.

Obwohl ALCEST eine meiner Lieblingsbands ist, muss ich sagen, dass sie nicht richtig hier her passte. Viel zu ruhig waren deren musikalisch sehr anspruchsvollen Stücke. Trotzdem blieb ich bei keiner anderen Band so lange im Graben, nur um zuzuhören, weniger um zu fotografiern.

SODOM setzte dann den wilden Reigen wieder fort, wo DECAPITATED geendet hatte. Altbekannt die Band und .. auch ein bisschen alt.

Dass wir bei WINTERSUN nur 3 Stücke fotografieren durften, konnten wir verschmerzen. Denn obwohl sie die Menge begeisterte, war das nicht unsere Musik.

So packten wir unser Zeug und machten uns aus dem Graben raus direkt auf den Heimweg.

ES lag wohl am Festival vom vorigen Wochenende, dass wir zum einen ziemlich gesättigt, aber auch erschöpft waren. Das grosse Glück war, dass wir diesmal diesmal VIP waren. Das hat unheimlich geholfen.