Römer > Lkr. Breisgau-H. > Badenweiler > Thermen

Thermen


GPS
N47 48.168 E7 40.273

Lage
Die Therme in Badenweiler liegt inmitten des Kurparks unterhalb einer Burgruine und ist vollkommen überdacht. Das Ausgrabungsgelände liegt unterhalb der modernen Cassiopeia-Therme im Ortszentrum. Bei Anreise mit dem Auto parkt man am besten im Parkhaus in der Nähe des Rathauses und der evangelischen Kirche.


Anlage

Geschichte und Aufbau in römischer Zeit
Thermen spielten eine wichtige Rolle im römischen Alltag, sie dienten nicht nur der Reinigung, sondern waren auch ein Ort der Begegnung. Sie wurden regelmäßig, zum Teil sogar täglich besucht.Plan der ThermeAuffallend ist auf den ersten Blick der symmetrische Aufbau der Therme. Von der Mitte ausgehend ist alles, bis auf den Heizraum, doppelt vorhanden. Ursprünglich waren nur die zwei kleineren, rechteckigen Becken (7,5 m x10m) in der Mitte vorhanden. Davon links und rechts kamen später dann zwei weitere größere Becken (7m x 12m) mit halbkreisförmigen Ausbuchtungen im Süden. Hinzu kamen auch noch vier Umkleideräume, wobei die zwei nördlichen beheizt waren. In nördlicher Richtung waren auch die später angebauten zwei runden Kaltwasserbecken , die zwei rechteckigen Schwitzbäder und der Heizraum. Die Badebecken hatten jeweils Einstiegs- und Sitzstufen. Zwischen den Becken und in Nischen waren als Ergänzung Badewannen wahrscheinlich für Einzelbehandlungen eingefügt. Bei diesem Bild sind diese Becken etwa in der Mitte zu sehen.Das früher schon verwendete Thermalwasser mit einer Temperatur von 26,4 ° Celsius stammt aus einer Quelle oberhalb der Therme und wurde nicht nachträglich aufgeheizt. Die ganze Anlage war 64 m lang, 28 m breit und hatte ein etwa 12 m hohes Tonnengewölbe. An der Südseite der heutigen Schutzüberdachung sind noch Reste der Deckenbefestigung zu sehen.


Geschichte nachrömischer Zeit
Das Gelände hatte früher mal die Bezeichnung "Beim Gmür" und wurde im Mittelalter als Steinbruch verwendet. Jedoch schon ab 1784 wurde die Anlage dokumentiert und weitgehend geschützt.

kleines Becken
kleines Becken
großes Becken
Kaltwasserbecken
Heizraum
Blick von Osten
kleines Becken
Badewannen
Deckenbefestigung

Der Eintritt kostet (im Jahr 2002) pro Person 2 €. Der Eingang befindet sich im nordwestlichen Teil des Geländes. Die eigentliche Besichtigung erfolgt über einen Rundgang. Links nach dem Eingang befindet sich ein Holzmodell der ursprünglichen Therme. Dahinter ist eine Schautafel mit Bademoden aus römischer Zeit, aber auch ein interessanter Kupferstich des Geländes von 1784.

Danach kann man über einen Steg einen Ãœberblick über die verschiedenen Becken machen. Beeindruckend ist die Höhe der noch vorhandenen Mauern.

Am Ende des Steges befindet sich wieder eine Schautafel und zwei Schaukästen. In dem einen befindet sich ein Mischhahn (!) aus Bronze, in dem anderen Schuhe aus römischer Zeit. Ein Bild eines Mosaiks aus Algerien auf der Schautafel zeigt einen Heizer,der über ungewöhnliche Gliedmaßen verfügt. Auf der Rückseite werden die Badebräuche in den römischen Thermen beschrieben. Der Schautafel gegen�ber ist ein Gedenkstein für die Göttin Diana.Text-Quellen "Die Römer in Baden-Württemberg" von Filtzinger, Planck und Cämerer Ausgabe 1976 Schautafeln der Ausstellung

Modell
römische Bikinis
Kupferstich 1784
Geschichten ums Baden
Mischhahn aus Bronze
Schuhe
ungewöhnlicher Heizer
Badebräuche
     

    News:

    Keine News in dieser Ansicht.


    Blog:

    Keine News in dieser Ansicht.


    nach oben oben    |    Druckansicht    |   RSS   |